Welt am Sonntag.
Europe’s best designed Newspaper, Kategorie Wochen-zeitung. Das Format läht ein zur entspannten Lektüre am Wochenende. Infografiken bilden die Highlights.
Jury-Statement:
Die "Welt am Sonntag" ist eine Sonntagszeitung par Excellence. Andere Zeitungen in dieser Wettbewerbs-Kategorie wirken sehr nachrichtlich, boulevardesk und anstrengend. Die Mannschaft der "Welt am Sonntag" dagegen versteht es, Nachrichten und Unterhaltung locker und entspannt zu präsentieren. Für Übersichtlichkeit sorgt die Aufteilung in zehn Sektionen und die klare Hierarchie auf allen Seiten.
Zeitungskopf. Durch das blaue Band des Zeitungskopfes bekommt die Seite oben einen guten Blickfang. Der Schriftzug signalisiert Seriosität. Das Wort „am“ in kursiver Schrift wirkt verspielt und damit entspannend.

Blau. Die Farbe Blau signalisiert bei dieser Zeitung Wochenende, Freizeit, blauer Himmel. Außerdem ist Blau eine der beliebtesten Farben überhaupt.

Aufmacher. Er ist durch die dreizeilige Überschrift und die Schriftgröße gekennzeichnet. Zur Auflockerung wird in den Text ein Bild gestellt.

Aufmacherbild. Es gehört normalerweise nicht zum Aufmacher. Zur klaren Abtrennung und Zuordnung der Bilder werden in der „Welt am Sonntag“ überall Artikel-Trennlinien benutzt. Um das Bild herum ist Weißfläche gelassen. Dadurch wirkt das Produkt insgesamt wertiger.

Anzeigen. Sie passen sich problemlos ins Layout ein.

Typografie. Für Überschriften wird die Scotch benutzt. Sie wirkt sehr seriös. Da kein fetter Schnitt eingesetzt wird, entsteht nicht der Eindruck einer harten nachrichtlichen Berichterstattung.

Tabellen. In der rechten schmalen Spalte ist Platz für aktuelle Fußball-Tabellen. Sie sind sehr gut lesbar gestaltet.
Freisteller. Seitentitel, Freisteller und die Anzeige unten rechts sind sehr gut ausbalanciert. Der Freisteller ragt nicht zu weit in den Grundtext hinein.
Aufmacher-Bild. Die Überschrift steht im Bild. Das geht nur, wenn man wie in diesem Beispiel einene ruhigen, monochromen Hintergrund hat.
Visualisierung. Das Thema „Widerstand gegen den Machtmißbrauch“ wird mit einer geballten roten Faust visualisiert. In der Faust stehen Worte wie Flugblatt-aktion, Protestsong, Flaggenverbrennung. Als Sektionsstart ist ein starkes visuelles Signal sehr gut.
Ergänzungen. In der Mitte dieser Panoramaseite sind drei Bilder platziert, die jeweils ein Projekt vorstellen. Die Anläufe der Bildtexte sind eigens formuliert: „So sieht Wurst aus“, „Abenteur Baustelle“ und „Süßes Experiment“. Es geht um Forschung für Kinder. Oben auf der Seite ist eine Zeitschiene, in der die kindliche Entwicklung von der Wiege bis zur Schule in neun Stufen dargestellt wird. Unten schließlich sind drei Experimente dargestellt, die sich für Kinder eignen. Insgesamt enthalten die Ergänzngen so viel Stoff, dass man den Aufmachertext wahrscheinlich erst am Ende lesen wird.
Detailfreude. Was Mann alles beim Hemdenkauf beachten muss, wird auf dieser Seite erläutert. Infografik und kleine Freisteller sind sehr detailfreudig arrangiert.
Gliederung. Der Artikel über Kaffee hat 14 Ergänzungen, die als Pappbecher gestaltet sind. Eine gute Idee, um den Artikel in einzelne Stücke zu gliedern. Der Leser kann selbst entscheiden, welche Details er zum Thema Kaffee lesen möchte: Becher 1 zeigt Kaffeesorten und ihre Herkunft, bei Becher 14 geht es Kaffeesatzlesen.
Über die Zeitung
Die „Welt am Sonntag“ hat eine verkaufte Auflage von 402.832 Exemplaren (IVW III/07) Die Zeitung erscheint im Nordischen Format. Die Gesamtzahl der Redakteure der Gruppe beläuft sich auf über 400. Enthalten sind Welt am Sonntag, Welt, Welt Kompakt, Welt Online, Morgenpost, Morgenpost Online. Für die einzelnen Redaktionen kann man keine Zahlen mehr angegeben, da die Redaktion voll integriert ist. In der Layoutabteilung sind 30 Personen beschäftigt.