| Raus aus dem Alltag! | ||
| Die Gewinner-Seiten des 11. European Newspaper Award zeigen: Es gibt viele Möglichkeiten, dem Alltag zu entgehen. Stichworte sind: Bildschnitt, Bildgrößen, Visualisierung. | ||
| Aus den Ergebnissen des 11. European Newspaper Award lassen sich folgende Trends ableiten: Gesamt-Situation. Insgesamt sind die Auflagen bei Europas Zeitungen weiterhin rückläufig. Ausnahmen gibt es bei Wochenzeitungen: „Die Zeit“ hat im Vergleich zum Vorjahr 4 % mehr verkauft, die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ hat ein Plus von 3,2 Prozent. Die „Kleine Zeitung“ aus Graz meldet ebenfalls eine positive Auflagenentwicklung. Ansonsten macht sich in vielen Ländern, z.B. der Schweiz, die Wirtschaftskrise durch dünnere Zeitungen bemerkbar. Aber es gibt eine leichte Zunahme von Zeitungen, die sich am Wettbewerb beteiligen und es ist keine geringere Qualität der Einreichungen feststellbar. Farbe. Farbflächen sind selten zu sehen, aber europaweit sieht man hier und da Zeitungen mit beige- oder apricotfarbenen Hintergründen. Der Text auf diesen Flächen bleibt gut lesbar. Fotos. Nach wie vor größere Fotos, dafür weniger pro Seite. Freisteller bleiben die Ausnahme. Man sieht sie auf Mode-, Lifestyle- und Wochenend-Seiten. Schriften. In Deutschland und der Schweiz gibt es einen Trend zu gediegenen, seriös wirkenden Schriften. Man kann von einem Trend zum Retro-Design sprechen. Einige Regionalzeitungen sehen nun aus wie Wirtschafts-Zeitungen. In Skandinavien und Frankreich sieht man dagegen mehr serifenlose Schriften für Überschriften. Es bleibt somit Trend, dass jede Zeitung ihr eigenes, unverwechselbares Schriftbild haben will. Überschriften-Apparat. Der Überschriften-Bereich wird weiter entschlackt. Die VDI-Nachrichten und die Stuttgarter Zeitung haben beispielsweise als Ergänzung zur Überschrift einen deutlich größer gesetzten Vorspann. Dadurch wird die Unterzeile eingespart. Das Schreiben wird erleichtert, weil man nicht mehr so sehr darauf achten muss, Dopplungen im Text zu vermeiden. Das Stichtwort im Überschriften-Bereich wurde von einigen Zeitungen eingeführt, aber von der Südwest-Presse in Ulm nach ca. zehn Jahren wieder abgeschafft. Insgesamt zeichnet sich jedoch ab, dass eine Verschlagwortung bzw. ein Stichwort das Wiederauffinden von Themen in anderen Medien erleichtert. Insgesamt. Durch die vielen kreativen Beispiele des European Newspaper Award wurden in den letzten Jahren viele Zeitungen motiviert, Lockerungsübungen auf vielen Seiten zu machen. Zeitungen werden weiterhin magaziniger, eine Trendumkehr zu ununterbrochenen Texten und kleinen Bilder ist nirgendwo in Europa zu sehen. |
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| Die Jahrbücher | Bisher sind zehn Jahrbücher zum Thema Konzeption und Design von Zeitungen in Europa erschienen. Band 8, 9 und 10 werden als PDF auf CD-ROM vertrieben. Bestellung: www.newspaperaward.org. | |
| Die magazinige Zeitung. Die magazinige Zeitung ist weiterhin Thema bei Europas Zeitungen. Aber auch die visuell ansprechende Präsentation aktueller Nachrichten auf der Titelseite wird mit beeindruckenden Beispielen aus ganz Europa gezeigt. Insgesamt: Zeitungen sind ein kreatives Medium, das durch ausgefeilte inhaltliche und gestalterische Konzepte trotz des Internets und anderer elekronischer Angebote viele Nutzer findet. Zeitungsdesign 9, ca. 650 Abbildungen, ISBN 978-3-00-024458-2, zum Preis von 35 Euro, (60 Sfr.) |
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Ideen für die Zeitung von Heute. Das Jahrbuch des 10. European Newspaper Award gibt einen Überblick über die aktuellen Trends im Bereich Zeitungsdesign und -Konzeption. Es lassen sich folgende Trends ableiten: Bisher setzen Redaktionen eher auf gestalterische und konzeptionelle Qualität. Es werden bessere Bilder verwendet, bessere Bildschnitte und es gibt eher einen Trend zu längeren Artikeln und zu Ergänzungsboxen als in zurückliegenden Jahren. Zeitungsdesign 10, ca. 650 Abbildungen, ISBN 978-3-00-027591-3 zum Preis von 35 Euro (60 Sfr.) |
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