Ein paar Regeln

Fehler
– Texte in Großbuchstaben tunlichst vermeiden, weil sie keine wiedererkennbare Außenform ergeben und darum schlecht lesbar sind.
– Texte möglichst nicht schmaler oder breiter als 90 mm setzen, weil das die optimale Spaltenbreite für normal große Schrift ist.
– Eine klare Hierarchie der Anzeigenelemente erzeugen, also Bild, Überschrift, Text, Markenzeichen übersichtlich platzieren.
– Möglichst wenige ausgewählte Elemente einsetzen, Anzeigen nicht überladen mit Elementen.
– Darauf achten, dass die Anzeige einheitlich wirkt. Sie darf nicht optisch in verschiedene Stücke zerfallen. Am besten testen, indem man die Anzeige vor der Veröffentlichung auf einer Anzeigenseite platziert.
– Negativ wirkt negativ. Text sollte schwarz auf weißem Grund stehen und nie umgekehrt, weil man weiße Schrift auf schwarz schlecht lesen kann.

Aktivierung
– Der Zeitungsleser soll auf die Anzeige aufmerksam werden. Er soll aktiviert werden und sich auch später an das Motiv noch erinnern.
– Gesichter wirken besonders aktivierend. Sie fallen auf Anzeigenseiten immer sehr stark auf.
– Augen wirken ebenfalls aktivierend, vielleicht auch wegen der runden Form, die sonst selten auf Anzeigenseiten vorkommt.
– Kinder sind ebenfalls immer gute Blickfänge. Sie müssen allerdings zum Inhalt der Anzeige passen.
– Emotionen wirken sehr stark aktivierend. Emotionsstarke Szenen bleiben lange im Gedächtnis haften.

Auffälligkeit
– Farbe hebt Anzeigen aus dem schwarzweißen Umfeld ab.

– Farbwirkungen:
– Gelb wirkt sehr auffällig und außerdem sonnig, frisch.
– Orange ist zur Zeit bei Produkten für junge Leute in Gebrauch. Orange war zuletzt in den siebziger Jahren allgemein „in“.
– Rot hat die stärkste Auffälligkeit, wirkt heiß und emotional. Rot ist die stärkste Signalfarbe. Die Farbe muß zum Produkt passen. Knäckebrot mit roter Hausfarbe ist zumindest erklärungsbedürftig.
– Violett wirkt geheimnisvoll. Violett ist im Bereich Mode, Parfüm anzutreffen.
– Blau ist die Lieblingsfarbe der Deutschen. Wirkt seriös, aber auch etwas kühl und distanziert. Sehr gut für seriöse Firmen, wie Banken und Versicherungen.
– Grün tritt in den Hintergrund, beruhigt und paßt sicher zu ökologischer Ernährung, gesunden, traditionellen Lebensmitteln usw.
– Weiß wirkt edel und teuer, wenn sie als Fläche verwendet wird.
– Schwarz kann auch edel und teuer wirken – Schmuck auf schwarzem Grund z.B. Schwarz wirkt aber auch oft schwer, massiv und ist in Europa als Farbe der Trauer bekannt.
– Grau ist generell nicht zu empfehlen, weil diese Farbe jede Anzeige trist aussehen läßt.

Visualisierung
– Das Thema einer Anzeige sollte tunlichst visuell dargestellt werden. Ansonsten kann man natürlich auch Fließtext-Anzeigen aufgeben.
– Durch die Visualierung des Inhalts wird die Aufmerksamkeit des Lesers geweckt. Geschickte Visualisierung kann zum Kauf führen.
– Die Visualisierung sollte treffend sein. Man sollte nicht annehmen, dass der Leser komplizierten Gedankengängen folgt.
– Die durchschnittliche Betrachtungszeit einer Anzeige liegt bei 2 Sekunden. Da bleibt wenig Zeit für gedankliche Umwege.
– Die Visualisierung muß nicht die Abbildung des Produktes in den Vordergrund stellen sondern den Nutzen für den Verbraucher.
– Eine besonders treffende oder gar überraschende Visualisierung des Themas führt dazu, dass die Anzeige besser im Gedächtnis des Nutzers haften bleibt. Es wird ein positives Image geschaffen.

Image
– Vollgestopfte, unübersichtliche und schwarze Anzeigen führen zu einem billigen, schlechten Image. Die Produkte wirken billig und müssen dann auch eigentlich schlecht sein.
– Gut sortierte und übersichtliche Anzeigen wirken nicht billig sondern preiswert und gut.
– Teuer und exklusiv wirken Produkte, wenn sie mit viel weißer Fläche oder völlig allein abgebildet werden.